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Index ID - Odyssee Es gibt in der Musik wohl kaum ein so häufig benutztes Motiv wie das der Reise. Letztlich ja auch nahe liegend, geht es doch sowohl beim Klang als auch beim Streben in die Ferne um die Erweiterung des Horizontes, neu zu gewinnende Erfahrungen zwischen Geborgenheit, Gefahr und Glück. Und so stellt Ralf Uhrlandt sein neuestes Werk unter den Begriff der Odyssee. Mit seinem, nach den bisherigen Longplayern 'Schlafphase' (1999) und 'Expedition' (2002), nunmehr dritten Soloalbum für Elektrolux beschreitet Uhrlandt die facettenreiche Wunderwelt elektronischer Musik zwischen narrativer Visionskraft, harmonischer Vielschichtigkeit, musikalischer Skizze und, ja, auch irgendwie Pop. 'Odyssee' meint in diesem Sinne schließlich nicht zuletzt eine Suche nach den klanglichen Möglichkeiten des Dazwischen, und in dieser hypnotischen Fülle können dramatische Strings mit Akkordeon-artigen Klängen eine verspielte Liaison eingehen ('Vega'), epische Frühneunziger Dubtrance ('Voltage') bezaubern, orientalisch beeinflusster Blues durch den Geigenhimmel führen ('Nirgendwo') oder mit dem intensiven Gesang von Teloy Synthiepop-Melancholien von tragischer Schönheit entstehen ('Gone', 'We Carry On'). Damit führt Uhrlandt den Hörer am Ende seiner 'Odyssee' genau dahin, wo gute Musik letztlich stets landen sollte: Mitten in Deinem Selbst.
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