Date: 20.07.2008
An der zweiten Loveparade im Ruhrgebiet haben in Dortmund 1,6 Millionen Raver teilgenommen. Das bedeutet einen neuen
Teilnehmerrekord in der Geschichte der Parade. Die bisher höchste Zahl hatte das damals noch als Demonstration geltende
Musikspektakel 1999 in Berlin mit 1,5 Millionen verzeichnet. Für die diesjährige Parade war extra ein Stück der Schnellstraße
B 1 gesperrt worden.
"Wir haben im Ruhrgebiet die richtige Heimat gefunden", sagte der Geschäftsführer des Veranstalters Lopavent, Rainer
Schaller. "Die Zahl zeigt, die Region ist begeisterungsfähig", sagte Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer (SPD). Die
Parade verlief bis zum frühen Abend aus Sicht der Polizei friedlich. Die große Techno-Parade mit 40 Musiktrucks verwandelte
die Ruhrgebietsschnellstraße B1 nach Angaben der Veranstalter in einen "Highway of Love". Durch den Besucheranstrom zur
"größten Techno-Party der Welt" war der Dortmunder Hauptbahnhof zeitweise überlastet. Allein die Bundespolizei war mit 1000
Einsatzkräften aus ganz Deutschland in Dortmund und im Umland im Einsatz, um für eine sichere An- und Abreise der Raver zu
sorgen. Die Bahn setzte eine Vielzahl zusätzlicher Züge ein.

Den Startschuss für die Loveparade hatte DJ Westbam am frühen Nachmittag mit einer eigens komponierten Hymne zum
Paradenmotto gegeben. Unter dem Jubel tausender teilweise schrill gekleideter Techno- und Partyfans setzte sich anschließend
ein Umzug von 40 Floats, in Bewegung. Sie kamen aus rund 15 Ländern wie etwa Australien, Ukraine, Südkorea oder der Türkei.
Neben Techno wurde den Feiernden in Dortmund das gesamte Spektrum der elektronischen Tanzmusik geboten, darunter auch House
und Trance. Zusätzlich gab es seit Donnerstag im Ruhrgebiet mehr als 50 Parties, beim viertägigen "Love Weekend".
Kräftige Regengüsse bei ansonsten teilweise sonnigem Wetter trübten die Laune der Feiernden nicht. Den tanzwütigen Massen
heizten insgesamt mehr als 250 DJs ein. Beim Abschlusskonzert, das am späten Nachmittag vor den Dortmunder Messehallen begann,
waren unter anderem Moby, Paul van Dyk, Underworld, Westbam sowie Armin van Buuren am Start. Die Parade wurde nach
Veranstalterangaben in 53 Ländern live im Fernsehen gezeigt, darunter in Australien, China, Irak, Ungarn oder auf den
Salomon- Inseln.
Hier die Party-Bilder:
Loveparade 2006
Loveparade 2007
Hier der Link:
Loveparade