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    - Fuckparade 2011 -

    Date: 17.08.2011

    Die Fuckparade findet am Samstag, den 20. August 2011 in Berlin statt und startet vor dem Bunker in der Reinhardtstraße unter dem Motto: „Subkultur fördern! Räumungen stoppen! Leerstand nutzen!“

    Als Demonstration findet die Fuckparade ununterbrochen seit 1997 in Berlin statt. Der Protest gegen die Kommerzialisierung von Musik, die Illegalisierung von Parties und die Verdrängung von Subkultur aus den Stadtzentren steht dabei im Mittelpunkt. Die Fuckparade erstritt im Jahr 2007 zudem ein Urteil vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG 6 C 23.06), welches die kontemporäre Form der Demonstration nicht beanstandet.

    Zu Beginn der Fuckparade findet vor dem Bunker in der Reinhardtstraße um 15 Uhr eine Kundgebung statt. Die Fuckparade kehrt damit zu Ihren Wurzeln zurück. Im Jahr 1996 wurde der Clubbetrieb im Bunker untersagt. Aus Protest gegen diese Verwaltungswillkür entstand ein Jahr später die Fuckparade.

    Redebeiträge der Auftaktkundgebung:

    - Hans Cousto (Moderation) – Eve & Rave Berlin
    - Ralf Mark Stockfisch – Initiativkreis Mauerpark Fertigstellen
    - Mikado Kristine Schütt – RAW-Tempel
    - Thomas Rudek – Berliner Wasserbürger
    - Gerrit Reininghaus – Archiv der Jugendkulturen e.V.
    - Heinrich Bücker – Soundstrike-Berlin
    - Martin Reiter – Tacheles
    - Paula P'Cay – Electrocult e.V. i.Gr.
    - EinE VertreterIn des Rauchhaus Kollektivs – Rauchhaus
    - Erik Pikur – Hedonistische Internationale
    - Lotar Küpper – Freier Kulturarbeiter

    Die Fuckparade ist uneingeschränkt jedem zugänglich, der kulturelle Vielfalt, persönliche Freiheit und gesellschaftliche Toleranz als grundlegende Wertvorstellungen teilt und verbreitet. Gleichzeitig distanziert sich die Fuckparade ausdrücklich von Ausgrenzung, Intoleranz und Faschismus. No Nazis, anywhere! Weder auf der Straße noch im Parlament! Die Fuckparade will Aufmerksamkeit schaffen für bundes- und regionalpolitische Sachverhalte ebenso wie für vernachlässigte und unsichtbare subkulturelle Bedürfnisse. Unsichtbar daher, weil sie den allgemeinen KonsumentInnen nicht wie das Mainstream-Bedürfnis an jedem Werbeträger in Erinnerung gerufen werden. Politik hat nichts mit dem Privatleben zu tun. Die Fuckparade kritisiert das allgegenwärtige Blendungsmanöver hiesiger Technogrößen und verwandter Marketingindustrien und das selbstverständlich mit viel Sound unterlegt.

    Als politisch relevante Kernthemen werden die Verdrängung von Lebensraum und der anschließende Leerstand in Projekten wie zum Beispiel in der Liebigstraße 14 oder der Brunnenstraße 183, die weitere Bebauung des „Anschutz-Areals“ durch die Daimler AG und die stückweise Zersetzung des Kulturzentrum Tacheles durch Investoren und Senat herausgestellt.

    Subkultur fördern! Räumungen stoppen! Leerstand nutzen!

    Text: Fuckparade Crew        Hier der Link: Fuckparade